Am letzten Mittwoch hat die Fastenzeit begonnen – eine Zeit, in der bewusst erlebter Verzicht Raum für Neues schaffen kann. Eine Zeit der Besinnung, nicht nur für Gläubige. Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Internet, Fernsehen, Rauchen – Fasten kann vielfältig sein und lag in den Letzen Jahren im Trend. Aber wie sieht das dieses Jahr aus? Restaurants zu, Cafes zu, Kinos, zu Theater zu, keine Konzerte, kein Shopping, keine ausgelassenen Feiern mit Freunden und Familien durch monatelanger Lockdown und fast seit einem Corona-Einschränken haben viele die Nase voll von Verzicht.

​Wir fragen Sie: 

Fasten Sie trotzdem dieses Jahr?

 

Thomas Kostka, Immendorf
 

Bei mir geht es um Zucker. Ich versuche, soweit es möglich ist, auf Zucker zu verzichten. Komplett verzichten geht gar nicht, weil Zucker ja in vielen Dingen ist, aber ich esse nichts Süßes, keine Schokolade, keinen Kuchen und solche Sachen. Das ist schon ein Verzicht, denn ich esse ganz gerne mal Süßes. Allerdings fand ich es doch leichter, als während Corona komplett auf Alkohol zu verzichten. Wenn trübe Stimmung aufkommt, ist da ein Glas Wein schon ganz nett. Wir haben zwei Kinder und immer eine Schublade voll mit Süßigkeiten. Wenn ich dann sehe, wie die anderen naschen, ist das schon nicht ganz leicht. Aber das Gute ist: Es wird ja von Tag zu Tag leichter. Ich habe vor zehn, fünfzehn Jahren zum ersten Mal gefastet, durch einen Freund. Es hat bei mir keinen religiösen Hintergrund, aber seither habe ich oft gefastet, mal keinen Alkohol, mal kein Fleisch. Auch schon kein Alkohol, kein Fleisch, keinen Zucker gleichzeitig. Das sind in der Tat drei Lebens- oder Genussmittle, die der Köper nicht braucht. Nach dem Fasten habe ich mich dann auch immer fitter gefühlt.

 

Christoph Schykowski, Zollstock
 

Ein erzwungener Verzicht stellt keine eigene Leistung da, abgesehen davon, dass man sich damit abfinden muss. Ein freiwilliger Verzicht schärft das Bewusstsein, wie gut es uns im Vergleich zu vielen anderen Menschen auf der Welt geht. Ich werde in der Fastenzeit auf mein Feierabend-Kölsch verzichten und auch sonst keinen Alkohol trinken. Foto: Ulrike Fackert

 

Eva Erb, Sülz
 

Ja, ich faste, aber etwas ungewöhnlich. Ich mache Stückelprogramm: An fünf Tage verzichte ich auf Alkohol, an zweien darf ich etwas trinken. Ich reduziere Süßes, ich selbst kaufe keine Süßigkeiten, so dass ich nichts im Haus habe, aber wenn mir jemand etwas anbietet, nehme ich es an. Anders als sonst mache ich an fünf Tagen in der Woche ein kleines Fitnessprogramm. Beim Fasten ist es bei mir so, dass ich für mich ungewohnte Dinge ausprobiere und dadurch Neues entdecken kann. Ein Effekt ist, dass ich bewusster genieße. Eigentlich wollte ich „Plastik fasten“, also komplett auf Plastik verzichten, aber das fand ich in der Corona-Zeit zu schwierig, weil ich doch das eine oder andere im Internet bestelle und das kommt dann ja verpackt.

 

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