museenkoeln IN DER BOX

„museenkoeln IN DER BOX“ bringt die Museen zu den Menschen in Köln und der Region. Ein mobiles Museum – ein Bus voller Objekte, Repliken und Fotos, mit Ausstellungs- und Vermittlungstechnik – fährt zu Schulen und anderen sozialen Orten und lädt dort zur praktischen Auseinandersetzung mit kulturellen Themen ein.

Für die mobile Ausstellung „museenkoeln IN DER BOX“ ließ die Regionalverkehr Köln GmbH ein Elektroauto mit Solarpanel produzieren. Hier erhält das Fahrzeug eine Folienbeklebung mit dem farbenfrohen Design des Projektes. Foto: Museumdienst Köln, Nikolai Stabusch

Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Susanne Laugwitz-Aulbach, Beigeordnete für Kunst und Kultur, der Museumsdienst Köln und die Sponsoren und Förderer von „museenkoeln IN DER BOX“ stellten heute bei einem Pressetermin das eigens für das Projekt produzierte Fahrzeug der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) und die mobile Ausstellung mit interaktiven Stationen vor. Die Schulklasse „Rabennest“ der Montessori Grundschule in der Ferdinandstraße testete erstmalig die mobile Ausstellung.

„Mit diesem Projekt wollen wir vor allem Kinder und Jugendliche erreichen, die bislang wenig oder gar nicht mit den Kölner Museen und ihren Inhalten in Berührung gekommen sind“, unterstreicht Oberbürgermeisterin Henriette Reker und ergänzt: „Das ist vor allem da von größter Bedeutung, wo Eltern oder Angehörige ihren Kindern diesen Zugang nicht ermöglichen können – vielleicht weil sie selbst wenig Berührung mit Orten der Kultur haben.“

„In den Kölner Museen gehört die kulturelle Bildung zu den Kern- und Querschnittsaufgaben“, betont Susanne Laugwitz-Aulbach. „Die Teilhabe am kulturellen Geschehen unserer Gesellschaft ist sowohl für die eigene persönliche Entwicklung von großer Bedeutung, als auch für die Förderung eines positiven Gemeinschaftsgedankens. Und genau das ermöglicht nun in besonderer Weise museenkoeln IN DER BOX“, so Laugwitz-Aulbach.

Damit die Ausstellung von Stadtteil zu Stadtteil reisen kann, ließ der Projektpartner Regionalverkehr Köln GmbH einen batteriebetriebenen Kleinbus produzieren. Das Elektrofahrzeug ist mit einem Solarpaneel versehen, das für den Strom sorgt und wirbt mit seiner farbenfrohen Folienbeklebung und dem Titel „museenkoeln IN DER BOX“ für das Outreach-Projekt.

Für „museenkoeln IN DER BOX“ hat der Museumsdienst gemeinsam mit der Kölner Agentur Framework eine modulare Ausstellungsarchitektur entwickelt, die je nach Standort flexibel eingesetzt werden kann. Farbige Kunststoffboxen können gut transportiert und mit wenigen Handgriffen in Präsentationsflächen für Museums- und Alltagsobjekte rund um das Thema „Wohnen in Köln“ verwandelt werden. Neben Nachbildungen antiker und mittelalterlicher Gefäße und Lampen werden Gegenstände aus der näheren Vergangenheit wie eine Kaffeekanne, eine Hausnummer und ein Wählscheibentelefon präsentiert. Die Objekte laden ein zum Dialog und bieten vielfältige Bezüge zur Lebenswelt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ergänzt wird die Ausstellung durch Mitmachstationen, an denen zum Beispiel ein eigenes Stadtmodell entworfen werden kann. Stellwände bieten Raum für Bilder, Fotografien oder Stadtpläne.

„Mit dem Projekt ‚museenkoeln IN DER BOX‘ erweitert der Museumsdienst seinen Outreachbereich. Das Herzstück ist eine mobile Ausstellung mit Objekten zum Thema ‚Wohnen‘, die wir mit unserem neuen Museumsmobil direkt in Schulen, Seniorenzentren und andere Einrichtungen in den Kölner Stadtteilen bringen. Vor Ort laden wir dann Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene zur Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur anhand der mitgebrachten Objekte ein“, so Matthias Hamann, Direktor des Museumsdienstes Köln. „Ziel dieses Projektes ist es, vor allem Kinder und Jugendliche zu erreichen, die bislang wenig oder gar nicht mit den Kölner Museen und ihren Inhalten in Berührung gekommen sind“, so Hamann weiter.

„museenkoeln IN DER BOX“ wurde im Rahmen der Kölner Verwaltungsreform konzipiert und umgesetzt. Großzügig unterstützt wird das Projekt von der Imhoff Stiftung, der Regionalverkehr Köln GmbH, der RheinEnergie Stiftung Kultur sowie wir helfen – der Unterstützungsverein von M. DuMont Schauberg e.V.

In einer Pilotphase von Mai 2019 bis Februar 2020 wurden Workshops und Ausstellungen in verschiedenen Kölner Stadtteilen durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit Sozialraumkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie Kitas, Schulen und Jugendzentren wurden vor Ort Formate erprobt, die einen niedrigschwelligen Zugang zu Museumsinhalten für eine diverse Bevölkerung ermöglichen.

Die ersten Einsätze wird das Fahrzeug ab November 2020 in der Kölner Südstadt haben. In Kooperation mit dem Bürgerhaus Stollwerk werden dort Workshops mit verschiedenen Zielgruppen wie zum Beispiel Seniorinnen und Senioren durchgeführt.