Rombachs Finanztipps

Falsche Signale der EZB

Die wichtigste Notenbank der Welt ist die Federal Reserve. Und die stellt für das kommende Jahr gleich 3 Zinserhöhungen in Aussicht. Gut so.

Rigider sogar die Bank of England, die bereits am letzten Donnerstag  am Zinssatz drehte. Bravo.

Und die EZB? Sie tut nichts. 

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt also die Politik des leichten Geldes und des ungenierten Schuldenmachens fort. Das kann die Finanzmärkte nicht unberührt lassen. Börsianer sollten sich also auf schwierige Zeiten einstellen.

Wer am Ende den Deckel bezahlt, ist noch völlig offen.

Die EZB wirkt wie aus der Zeit gefallen. Nichts gelernt. Grausam.

 

Und zum Schmunzeln noch mein „Knallbonbon der Woche“ 

Wenn´s um Geld geht, Sparkasse. Wenn´s um Kryptogeld geht, auch Sparkasse. 

Ich glaub es einfach nicht. Diese Woche kündigten die Sparkassen an, „man erwäge“ ein Kryptowallet anzubieten, also einen digitalen Geldbeutel, mit dem dann auch Bitcoin und andere Kryptowährungen gedealt werden können. 

Sparkassen gelten für die meisten Kunden immer noch als Hort der Sicherheit, auch wenn es nicht immer so stimmt, siehe auch das Thema Lehman-Brothers-Zertifikate. 

Nur um an einem Hype mitzumachen muss man noch längst nicht jeden Quatsch forcieren, das kann auch den Ruf ruinieren.

Die Briten hingegen, die ja sonst auch keinem Fettnäpfchen aus dem Weg gehen, sind zu diesem Thema ziemlich eindeutig unterwegs: Die dortige Werbeaufsicht untersagte just insgesamt 7 Kryptofirmen seltsame Werbeaussagen, sie würden „die Unerfahrenheit der Verbraucher in irreführender Weise ausnutzen“.   

Bravo, England. Respekt. Voll Cool.

Liebe Abonnenten des Bilderbogen: Falls Sie auch eine Frage rund ums Geld haben, immer zu. Schreiben Sie an rombach@derboersebius.de 

Ich freue mich. 

Bleiben Sie mir gewogen, ich bin Ihnen ebenso verbunden. Über Anregungen für Themenvorschläge freue ich mich sehr.

Stets, Ihr
Reinhold Rombach
„Börsebius“ 

Unser Gastkommentator Reinhold Rombach ist einer der bekanntesten Börsenexperten Deutschlands und lebt schon lange in Rodenkirchen. Er beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit börsennotierten Gesellschaften, mit Aktien und Fonds, analysiert ihre Stärken und Schwächen. Seine Meinung über Geld&Börsen veröffentlichte er früher als Kolumnist in der Zeit (aber auch in der Wirtschaftswoche und der Süddeutschen Zeitung) und mehr als ein Vierteljahrhundert im Deutschen Ärzteblatt als „Börsebius“. Seine Fans nennen ihn aber auch den „Kostolany vom Rhein“ oder das „Kölsche Orakel“.  Rombach´s spannende wöchentliche Kolumnen und eine Aktien-TopTen-Masterliste erscheinen im Web unter www.derboersebius.de