„Tischlein deck Dich“ erst wieder im nächsten Jahr 

Dazu haben sich die Organisatoren vom Verein Côte da Sürth schweren Herzens entschlossen. 

„Ein Fest wie `Tischlein deck Dich`, mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern an gedeckten Tischen, bedarf einer ausreichend realistischen Planungszeit. Dazu die Genehmigungsverfahren seitens der Stadt Köln, mögliche Variablen der Inzidenzzahlen könnten zerstörerisch wirken. Sponsoren, die all diese vielen Risiken mittragen wollen, müssen auch gefunden werden (…).  Last but not least spüren wir auch unsere Verantwortung für alle, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden“, erklärte Claudia Franzen, zweite Vorsitzende von Côte da Sürth. Der Verein besteht aus einem Kreis von neun Leuten. 2015 veranstalteten sie zum ersten Mal „Tischlein deck Dich“ (TDD), seither fand das Fest fünf Mal am ersten Samstag nach den Sommerferien statt. Dabei stellen die Organisatoren Tische auf dem Sürther Marktplatz bereit und organisieren Live-Musik und DJs für den Abend. Die Gäste erwerben Karten für einen Tisch, dekorieren ihn und bringen Gerichte mit. Die Idee, die dahinter steht, ist, einen Ort des Miteinanders und der offenen Kommunikation zu schaffen, in festlichem und kreativem Rahmen. Sponsoren unterstützen den Verein darin, die Kosten für Platzmiete, Biergarnituren, Bühne, Security, Tischdecken, Eintrittskarten und diverses mehr zu finanzieren. Die Feier kam von Beginn an bei den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut an. 

Erwirtschaftete Überschüsse spendet der Verein für gute Zwecke, zum Beispiel für neue Sitzbänke für den Marktplatz, Stolpersteine in Sürth, die Katholische Jugend, eine Familie in Not und einen Bouleplatz am Marktplatz.

Schon im vergangenen Jahr konnte das kulinarische Begegnungsfest unter freiem Himmel wegen Corona nicht stattfinden. Ralf Perey, Mitentwickler des Events und einer der Hauptsponsoren, hätte es dieses Jahr gewagt, die Veranstaltung durchzuführen. „Ich kann aber gut verstehen, dass man die Verantwortung in Sachen Corona nicht tragen möchte. Denn bei einer Gästezahl von über 800 Personen ist das Risiko einfach zu groß, dass sich eventuell jemand anstecken könnte. Das wäre dann das Aus für immer“, sagte er.

„Wir bedauern es sehr, dass es in diesem Jahr kein Tischlein deck Dich geben wird, aber wir freuen uns schon auf das kommende Jahr. Im Herbst werden wir mit den Planungen starten“, schilderte Franzen. „Wir werden uns sicher einige Veränderungen überlegen, die überraschen sollen im positiven Sinne!“, versprach sie. (sb).

Info

Weitere Infos zum Verein und der Veranstaltung unter www.cote-da-suerth.koeln.