Der eine braucht erst einmal ein schöne Tasse Kaffee, um in den Tag zu starten, der andere stellt den Wecker so, dass er alle fünf Minuten klingelt, damit er häppchenweise wach wird. Der nächste springt aus dem Bett und macht vor allem anderen zunächst zehn Minuten Gymnastik am offenen Fenster. Oder Yoga oder ein Morgenspaziergang oder erst einmal die Zeitung lesen. Der Morgen hat einen wichtigen Einfluss darauf, wie wir den Tag angehen und Rituale am Morgen helfen, gut zu starten und den Tag gut zu verbringen.

Wir fragen Sie: 

Wie ist das bei Ihnen? Wie starten Sie in den Tag?

 

Carla Berling, Rodenkirchen
 

Mein Tag beginnt mit Kaffee und Tageszeitung, danach ziehe ich meine Turnschuhe an und gehe raus. Powerwalking, jeden Tag, bei jedem Wetter, fünf bis sieben Kilometer. Weil ich diese Stunde fest in den Tag integriert habe, gibt‘s keine Ausrede. (…zu kalt, zu früh, zu spät, zu müde, keine Lust, lieber morgen…)
Danach gehts unter die Dusche und anschließend für eine halbe Stunde in meine virtuelle Kantine bei Facebook. Unter „Moin zusammen“ poste ich fast täglich ein Thema. Dann beginnt mein Arbeitstag. Ich arbeite seit 2003 im Home-Office und bin auf Rituale angewiesen, sie geben dem Tag Struktur. Foto: Philippe Ramakers/Heyne Verlag

 

Ike Bolik (Ulrike Duinmeyer-Bolik), Rondorf
 

Als erstes am Morgen brauche ich eine große Tasse schwarzen Tee mit Milch und Honig und das schon seit vielen, vielen Jahren, eigentlich schon immer. Das ist ganz wichtig, das organisiere ich so, dass ich mir diese Tasse am Morgen machen kann, auch auf Reisen, auch als ich in Afrika war, auch als ich mit meinem Mann eine Pilgerwanderung gemacht habe. Seit einigen Monaten habe ich noch ein zweites Ritual und zwar schreibe ich drei Din A4-Seiten runter, alles, was mir in den Sinn kommt, ganz unzensiert. Alles, was gerade da ist, an Freude, Ängsten, Belastungen, alles, was ‚oben liegt‘ darf raus. Das hat den Effekt, dass ich unbelastet in den Tag starte, mich besser fokussieren kann und gezielter um meine Projekte  kümmern kann. Die Tasse Tee trinke ich dazu. Das ist aber nicht immer ganz leicht, denn ich arbeite noch Teilzeit als Krankenschwester und wenn ich Frühdienst habe, stelle ich mir schon den Wecker auf 4:30 Uhr, damit ich Zeit und Ruhe habe für den Tee und das Schreiben. Das kostet schon Überwindung, aber es lohnt sich! Foto: Scott Redinger

 

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