Die Welt schöpft Hoffnung: Ein Impfstoff gegen das Covid-19-Virus ist in Sicht. Gesundheitsminister Spahn – so teilte schon mehrfach mit – rechnet damit, dass es bereits Anfang des kommenden Jahres so weit sein kann, dass der neue Impfstoff eingesetzt werden kann. Das wäre natürlich wunderbar – damit würde das Leben mit Corona deutlich einfacher. Allerdings wird der Impfstoff, wenn er dann tatsächlich zugelassen ist, zunächst nicht für alle reichen.Viele Fragen müssen in dem Zusammenhang noch geklärt werden: Wer soll zuerst geimpft werden? Soll es eine Impfpflicht geben? Würden Sie sich impfen lassen? Wird es ein Hauen und Stechen um den Impfstoff geben?

Wir fragen Sie:

Wie ist Ihre Meinung zum Corona-Impfstoff?

 

Anne Merkenich, Rondorf, Seniorenvertreterin
 

Wer soll zuerst geimpft werden: Alle Menschen in Krankenhäusern, in Alten- und Pflegeheimen sowie Ärzte und Pflege- bzw. Betreuungspersonal, die sich um diese Menschen kümmern. Weiterhin sollten Polizei, Feuerwehrleute und Lehrpersonen bevorzugt geimpft werden. Eine Impfpflicht halte ich für schwer durchführbar.
Ich persönlich würde mich nicht sofort impfen lassen, ich hätte noch Bedenken wegen eventueller Nachwirkungen. Dem Hauen und Stechen müsste die Politik vorbeugen, indem sie das Prozedere klar und konsequent definiert und auch einhält.

 

Georg Mühlenhöver, Musiklehrer in einer Bayenthaler
 

“Et hätt noch immer jot jejange” – das kam mir in der Tat als Erstes in den Sinn, als ich von der fortgeschrittenen Entwicklung eines hochwirksamen Impfstoffes hörte. Und als Lehrer und Musiker freue ich mich natürlich ganz besonders auf den Moment, wenn wir wieder gemeinsam singen können … Das nährt und stärkt die Seele, zumal die kölsche!
Meiner Ansicht nach sollte vorrangig das medizinische Personal die Möglichkeit zur Impfung erhalten, anschließend alle vulnerablen Personen und als drittes diejenigen Gruppen, die berufsbedingt eine hohe Zahl an sozialen Begegnungen haben. Hier denke ich gerade heute an die Bands und Musiker inklusive ihrer Crews, die gestern die Session hätten eröffnen sollen. Musik und Kultur im Allgemeinen sind schließlich nicht nur system-, sondern auch freuderelevant! Deshalb ein dreimal kräftiges “BNT162b2 alaaf!”

 

Beate Zimmermann, Klettenberg, Journalistin
 

Wer zuerst geimpft wird ist relativ einfach: Das Pflegepersonal, Ärzte, Lehrer, Sozialarbeiter, Streetworker, alle die Dienst am Menschen tun. Dann alte, ältere und kranke Menschen, Risikogruppen… Es müssen ja gar nicht alle geimpft werden. Deswegen sehe ich das mit der Menge des Impfstoffes nicht so problematisch. Schön fände ich, dass auch erstmal die Länder mit Impfstoff versorgt werden, die nicht so ein tolles Krankensystem wie wir und hohe Sterblichkeit haben. Eine Impfpflicht einführen, wird juristisch schwer sein. Und die Gegner werden sich mit Händen und Füßen dagegen wehren. Dann sollen sie eben Corona bekommen, wenn sie nicht wollen. Natürlich lasse ich mich impfen, wenn ich an der Reihe sein werde, sofern der Impfstoff genug getestet wurde.

 

Karl Wolters, Sürth, Rechtsanwalt, Bezirksvertreter
 

Der in Aussicht stehende Impfstoff lässt Hoffnung aufkommen. Als sich selbst vor drei Wochen an dem Corona Virus erkrankt war, habe ich feststellen müssen, dass dies eine schwere Erkrankung mit teils sorgevollen Symptomen ist. Daher ist es nachvollziehbar, dass eine Infektion vorrangig bei immungeschwächten Patienten zu schwersten Komplikationen führen kann.
Insoweit freue ich mich, wenn es denn einen Impfstoff geben wird. Ich denke dabei aber nicht, dass es bei der Priorisierung der Impfungen zu Problemen kommen wird. Ich vertraue da auf die Vernunft der Menschen, wie sie seit Beginn der Pandemie weit überwiegend auch vorhanden ist. In der Reihenfolge der Impfungen sollte der Impfstoff zunächst an medizinisches Personal, wie zum Beispiel Ärzte und Pfleger/Pflegerinnen auf der Basis der Freiwilligkeit verabreicht werden. Sodann sollten Risikopatienten, wie beispielsweise betagte Personen und chronisch Kranke sowie Tätige in höchst systemrelevanten Berufen, wie zum Beispiel Feuerwehrleute und Polizisten freiwillig geimpft werden. Im Anschluss sollte eine Impfung dann allen andern Bevölkerungsgruppen angeboten werden. Hierbei ist es wichtig, dass eine solche Impfung auch den Menschen zur Verfügung gestellt wird, die nicht oder nicht ausreichend krankenversichert sind. Da ich selbst eine Infektion mit dem Corona-Virus durchlaufen habe, gilt es zu klären, inwieweit bei mir eine Immunität besteht. Im Zweifel würde ich mich als überzeugter Impfbefürworter auch impfen lassen.

 

 

 

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