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Die Zahl der Corona-Infizierten steigt täglich, aktuell (24.10.20) liegt der Inzidenzwert in Köln bei 136,8. Um das weitere Ausbreiten des Virus einzudämmen, gelten strengere Maßnahmen: unter anderem Maskenpflicht in öffentlichen Bereichen auch im Freien, dort, wo sich viele Menschen aufhalten, Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr, ab 22 Uhr darf kein Alkohol mehr im öffentlichen Raum getrunken werden. Es gelten Beschränkungen bei privaten Treffen im öffentlichen Raum wie auch bei privaten Feiern in der Wohnung, strenge Auflagen für Kulturveranstaltung, Quarantäne- oder sofortiger Testpflicht für Reiserückkehrer. Die Meinung zu den Anordnungen ist unterschiedlich, manche schimpfen, sie seien überzogen und nicht zielführend, andere befürworten die Regeln. Wir fragen Sie:

Was halten Sie von den aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen?

 

Bernd Berger, Camping und Haus Berger, Rodenkirchen
 

Man kann die einzelnen Maßnahmen rauf- und runterdiskutieren. Ob die Sperrstunden zum Beispiel Sinn macht und auch andere Maßnahmen, da kann man geteilter Meinung sein. Ich würde mir aber wünschen, dass, wenn es Regeln gibt, die von allen eingehalten werden. Ich war vor ein paar Tagen in der Innenstadt, auf der Schildergasse hatten sicher fünfzig Prozent der Leute die Maske unter dem Kinn. Das finde ich traurig und eine Schutzmaske zu tragen, wo viele Menschen sind, ist wirklich nicht zu viel verlangt. Allerdings habe ich schon den Eindruck, dass da viel auf dem Rücken der Gastronomie ausgetragen wird. Ich bin aber froh, dass ich die Regeln nicht aufstellen muss. Wie auch immer, wir sind eine Wertegemeinschaft, dass sollten sich alle an die geltenden Spielregeln halten.

 

Karl-Heinz Daniel, 87, Rodenkirchen, langjähriger Bezirksvertreter
 

Ich halte die Corona-Schutzmaßnahmen in Köln angesichts des Inzidenzwertes von 111,7 in der Stadt für notwendig! (Stand 22.10.20). Ohne diese Einschränkungen für die Kölner, stände zu befürchten, dass angesichts der nahen Karnevalszeit schnell noch höhere Infektionswerte zu erwarten sind! Das hätte wiederum noch strengere Einschnitte in unsere Freizügigkeit zur Folge!

 

Angelika Hünerbein, Rodenkirchen, Rechtsanwältin
 

Wir sind es wirklich selbst schuld. Wir waren viel zu nachlässig, obwohl seit dem Frühjahr prognostiziert wurde, dass es eine zweite Welle geben wird. Viele haben sich den ganzen Sommer über verhalten, als gäbe es keine Pandemie. Das habe ich auch hier in Rodenkirchen beobachtet, bei Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen. Wir haben uns in falscher Sicherheit gewogen und da nehme ich mich selbst gar nicht aus. Die Maßnahmen sind zwingend notwendig, ohne geht es nicht. Der Mensch ist nun mal so, er braucht Verbote, um sich an Regeln zu halten. Viele haben sich daran gehalten, aber da müssen wir nun gemeinsam durch. Ich fürchte, bald sind wir bei einer Neuinfiziertenzahl von 20.000 täglich bundesweit und dann kriegen wir wieder einen Lockdown, vielleicht nicht überall, aber wesentlich deutlicher als der im Frühjahr. Unterstützung muss es geben für die, die es brauchen, zum Beispiel die kleineren Theatern und die vielen Solo-Selbstständigen. Ganz wichtig:  Der Bundestag muss wieder einbezogen werden! Wo bleibt das Parlament? Die Wissenschaft ist wichtig, aber es entscheidet die Politik und nicht auf Dauer die Exekutive.

 

Lukas Uscategui, 23, Zollstock, Student, in Quarantäne
 

Ich habe nichts gegen strenge Maßnahmen und ich finde, dass wir in Deutschland immer ganz gute Maßnahmen für die Bürger hatten. Wir hatten immer noch recht viele Freiheiten, zum Beispiel nie eine komplette Ausgangssperre wie in Italien, Frankreich, der Türkei, Ecuador und anderen Ländern. Die Maskenpflicht finde ich in Ordnung, das stört auch nicht so. Ich bin gerade in Quarantäne, weil mein Vater und meine Schwester Corona haben, das ist zwar lästig, aber ich akzeptiere das. Ich versteh, dass es sinnvoll ist, wenn man die Ausbreitung des Virus verlangsamen will. Ansonsten – die Uni ist online, aber ich habe ohnehin nicht mehr viele Veranstaltungen. Mehr gespürt habe ich, dass die Sportmöglichkeiten eingeschränkt sind und die Bars zeitweise geschlossen waren und jetzt wieder eingeschränkt sind.