Rund 48.000 Kölner nutzen das Bewohnerparken. Das heißt, sie holen sich einen Ausweis für das Gebiet, wo sie wohnen und können dann in dem Bereich parken ohne einen Parkschein zu ziehen. Das soll den Pendlerverkehr in Wohnstraßen reduzieren, ein Anrecht auf einen Parkplatz ist mit dem Ausweis nicht verbunden. Im Stadtbezirk Rodenkirchen ist für Bayenthal und den Ortskern in Rodenkirchen das Bewohnerparken beschlossen, in Bayenthal soll es in einem Teil in diesem Sommer umgesetzt werden. Das Bewohnerparken kostet in Köln 30 Euro im Jahr. Viel zu billig, meint das künftige Ratsbündnis aus Grünen, CDU und Volt hat vor kurzem angekündigt, die Ausweise würden demnächst um einiges teurer werden. Die Politiker verweisen auf die Preise in anderen Städten, in Stockholm zum Beispiel kostet das Bewohnerparken 827 Euro im Jahr, in Amsterdam 535 Euro und in Kopenhagen 158 Euro. 

Wir fragen Sie: 

Welchen Preis halten Sie für das Bewohnerparken in Köln für angemessen?

 

Karl-Heinz Knöss, Rodenkirchen
 

30 Euro im Jahr finde ich schon ein bisschen wenig. 120 Euro für zwölf Monate fände ich ganz angemessen. Wenn man bedenkt, dass ein Platz in einer Tiefgarage sicher 70Euro im Monat kostet, finde ich 120 Euro für zwölf Monate schon angemessen. Bei Anwohnerparken hat man natürlich nicht die Garantie, dass man einen Parkplatz findet. Unser Neffe zum Beispiel wohnt am Chlodwigplatz und hat einen Anwohnerausweis, muss aber trotzdem oft lange suchen. Deswegen fände ich eine Summe wie 500 Euro zu viel, aber, wie gesagt, 120 Euro durchaus in Ordnung.

 

Katja Schubert, Sürth
 

Ich selbst wohne in einer ruhigen Straße in Sürth, ganz in Rheinnähe und habe in der Regel keine Probleme, einen Parkplatz gleich bei mir vor der Tür zu finden. Und wenn nicht, finde ich einen auf dem Marktplatz. Daher sehe ich bei uns keine Notwendigkeit für Anwohnerparken. Aber in mehr innenstädtischen Bereichen halte ich das schon für sinnvoll. 30 Euro erscheinen mir da ziemlich wenig, 120 Euro könnten es meiner Meinung nach schon sein.

 

Isabel Diehl, Zollstock

Das Bewohnerparken ist ein reiner Verwaltungsakt, das sind 30 Euro ausreichend. Die Stadt nimmt ja schon über die Parkgebühren ein. Ich finde Bewohnerparken auch nicht überall sinnvoll. In Zollstock zum Beispiel haben wir abends Parkdruck. Da sind aber es nur Anwohner, die dann parken. Die Pendler sind abends weg und Zollstock ist ja kein Kneipenviertel. Als ich früher in Sülz wohnte, hätte ich mir oft Anwohnerparken gewünscht, weil dort die Parksituation katastrophal ist, auch tagsüber. Ich finde es sinnvoll in Gebieten, wo viele Leute hinfahren zum Einkaufen, zum Ausgehen oder weil es sonst freizeitmäßig attraktiv oder für Touristen interessant ist. Und wie gesagt, dort sollten die Einnahmen über die gebührenpflichtigen Parkplätze kommen und nicht über die Anwohner.

 

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